Filmnächte: Freie Fahrt

Freie Durchfahrt während der Veranstaltung gibt es neuerdings bei den Filmnächten. Manchmal geht es richtig schnell. Da erhielt doch vor gar nicht allzu langer Zeit ein prominentes Mitglied des ADFC ein Schreiben des Baubürgermeisters mit dem Rat, doch abends die Große Meißner, Köpcke, Wigardstraße zu benutzen. Diese wenig komfortable Route bleibt nun die Alternative bei Konzertabenden.

Leider hat sich die neue Regelung nicht so rasch herumgesprochen und in der Dämmerung ist die eigentlich deutliche Beschilderung wohl nicht so gut zu sehen. Der Bildsensor hat das Foto unten ganz schön aufgehellt. Die beiden Radler waren bei weitem nicht die einzigen, die an dem Abend die Buckelpiste hinter der Leinwand benutzten.

Auch wünscht man sich seitens des Veranstalters ein langsameres Durchradeln – ich habe einen Ordner befragt. Einerseits hat man die Sicherheit der Gäste im Auge, andererseits hat man wohl wegen der auskragenden Gitterfüße ein wenig Muffensausen, was die Radfahrer in der Durchfahrt betrifft. Ich hoffe, dass die abbremsenden Gummischwellen, die mein Gesprächspartner erwähnte, nur ein Gedankenexperiment bleiben.

Saure Gurken für Radler

Die Gurken gibt es wirklich, nämlich beim Fahrradfest der SZ am Sonntag, den 17. Juli, als Teil der Verpflegung. Etwa 13000 dürften es wohl sein und ich werde mir wohl eine davon sichern.

Von einer Saure-Gurken-Zeit kann man eigentlich nicht reden. So wurde jüngst der Baubürgermeister in derselben Zeitung auf einem Rad gesichtet. Die frohe Botschaft: Einer der irritierndsten Engpässe im Radwegenetz soll aufgehoben werden.

Am linken Bildrand kann man schon die Baustelleneinrichtung erkennen. Bis August soll legal möglich sein, was ungehorsame Radler schon getestet haben, radeln auf der Carolabrücke. Damit setzt sich die Tendenz fort, untaugliche Radwege aufzulösen – anders als bei der Kesselsdorfer Straße ohne rechtliche Erzwingung. Doch Achtung, die Aussage gilt nur in Fahrtrichtung Innenstadt.

 

Der Winter, der zum Sommer wird

Am Wochenende hätte ich an der Pikardie die Winterbergstraße noch bei dunkelrosa passieren können. Die alternative Bremspartie, weil ich mit dem Wochenendgroßeinkauf so unsportlich war, entpuppte sich angesichts des dort nicht beräumten Wintersplitts als nicht minder gefährlich. Frei nach Sandra Parettis Historienklamotte, “Der Winter, der ein Sommer war”: Soweit ich mich erinnere, Potentat vermietet sein Staatsvolk als Kanonenfutter, um weiter der Kultur zu frönen. Die Stadt opfert ihre Radler für ähnliche Zwecke? Ach nein, welcher Gedanke. Alle Gewalt geht vom Volke aus und wer hinfliegt ist selber schuld!

Think positive, stattdessen ein Wintermärchen aus Kopenhagen:

http://vimeo.com/copenhagenize/copenhagen-january-cycling-winter

Auch der Freistaat war im Großen Garten sehr spät dran. Mitte Februar gab es die letzten zarten Flocken, aber da waren die Lauf- und Fahrspuren schon längst freigelegt. Den “Besenwagen” habe ich Anfang März am Palais vor die Linse bekommen – genaues Datum gerne auf Anfrage.

Wie man ahnen kann, trotz Gegenverkehrs bei Spaziergängern, Joggern UND Radlern besonders beliebt: der Mittelstreifen. Aber welche dieser drei Gruppen hat ihn nur so perfekt beräumt?

 

Bon Jovi oder harte Zeiten zu Pfingsten für ortsunkundige Biker

Kaum hat sich der Kirchentag aus dem Ostragehege zurück gezogen, versperren die Trucks der Bon Jovi Crew den linkselbischen Elberadweg. Zwar ist das Konzert bereits am Freitagabend “abgefrühstückt”, aber die Verkehrsrechtliche Anordnung gibt dem Veranstalter bis zum 13.6., 20Uhr, Zeit, die gewaltige Bühne abzurüsten.

Vorsicht an der Marienbrücke! Dort wurden die Sperrschilder am Donnerstag aus der Halterung genommen. Wer unverdrossen meint, er könne da durch, wird über die B 6, Magdeburger und Bremer Straße, geführt. Hier gibt es keine Radwege und nur wenige Autofahrer die den Mindestseitenabstand einhalten, wie ich im Selbstversuch feststellen konnte. Vermutlich erwarten sie an dieser Stelle keine Radler.

Ein kleines Schlupfloch ist dennoch geblieben. Leider kann ich dazu wegen eines dummen Fehlers keine Fotos anbieten:

Wer bis zum Ende des Messerings radelt, kann dort recht bequem die Flutrinne kreuzen. Wer letztes Jahr zum “Public Lausching” bei ACDC war, kennt vermutlich die Stelle. Besser hört man aber am Pieschener Elbufer zu. In Gegenrichtung muss man ein einzelnes Sperrschild ignorieren. Es sperrt übrigens NUR Radfahrer aus. Ahnungslose Wanderer dürfen überraschenderweise passieren. Schieben sie ihr Rad und alles hat seine Ordnung.

Der Weg durch das Hafengelände ist verboten und riskant.

Kirchentagsimpressionen

Eine sensationelle Idee. So war ein Fahrradstadtplan beim Kirchentag dabei.

 

 

 

 

Ein Glück, dass am Wiener Platz noch so viele Bauzäune stehen. So wurden die zusätzlich montierten Anlehnbügel gar nicht vermisst.

Ich bin ein Rad, hol mich hier raus! Städtische Bühne am Wiener Platz.

Glückliche Gesichter an der Kurzleihe Postplatz. Nur die Wegweisung hätte besser sein können, verriet mir die Dame.

Hingucker – Das Kirchentagsrad

Schnelle mobile Hilfe – die rollende Werkstatt vom Radschlag

 

 

Großparkplatz am Elbestrand

 

Auf dem Holzweg

war jener Berufs-Kutscher, der mir über den Kaffeepottrand am Kirchentags-Cafe vor die Linse kam. Die nachfolgende Kollegin machte es besser. Genutzt hat es ohnehin wegen der aufgebordeten Gleise nichts. Der Rückstau reichte bis zum Pirnaischen Platz.

Ganz einfach: Ein Gebotsschild gilt nur für die darauf vermerkten Verkehrsteilnehmer. Dass gerade Berufs(kraft)fahrer  einfachste Verkehrsregeln – wie den Seitenabstand – nicht einhalten oder gar nicht kennen, überrascht mich immer wieder.

Oh Konjunktiv: Sicher ginge es den Pferden auf der Weide besser. Der Schloßplatz wäre nicht mehr veräpfelt. Die Touristen könnten ihre Nüstern entspannen. Auch die Autofahrer wären entspannter und sogar ein wenig schneller. Und die Kutscher hätten mehr Bewegung und fast dieselbe Kundschaft, wenn sie auf dieses Touristenvehikel umschulen würden.

Kirchentagsrad – Noch zu haben

Nein, nein. Nicht die aufbereiteten Klassiker meine ich. Die sind schon vor dem Kirchentag durch die Helfer belegt und sind im Anschluss für diverse Entwicklungsprojekte bereits verplant.

Helferrad

Helferrad im Mai

Ich meine DAS schon klassische Kirchentagsrad, das dieses Jahr “mein” Händler vertreibt. Jedenfalls besorge ich bei Fahrrad Müller seit Jahren die Teile für meine Gazelle. Hollandräder werden in Dresden eher selten bewegt, da man mit den schweren gemufften Stahlrahmen nicht ganz so behende auf die Hänge kommt. Nabenschaltungen sind aber nun mal im Stadtverkehr weitaus robuster als Kettenschaltungen. Daher ziehe ich sie vor und kann sie nur empfehlen.

Einfach mal nachgefragt

Manchmal schreiben sich Artikel fast von alleine. Ein befreundeter Fotojournalist gab mir den Tipp und vor einer guten Stunde hatte ich ein kurzes und hoch interessantes Gespräch mit der US-Generalkonsulin für Mitteldeutschland.

Generalkonsulin Brucker im Gespräch mit Bürgermeister Seidel

Katherine Brucker ist ein wahrer Profi, nicht nur vor der Kamera sondern sie hat hat einen besonderen Ruf als leidenschaftliche Radlerin. Gerade hat sie am Bellevue einen Promo-Termin zur Frauenfußball-WM absolviert. Sie kennt zahlreiche europäische Flußradwege und hat den Elbradweg bereits von Cuxhaven bis Bad Schandau abgeradelt.  Ich will von ihr wissen, wie denn der Elbradweg im Vergleich abschneidet, besonders hinsichtlich der Beschilderung. Frau Brucker ist total begeistert, die Beschilderung sei so, dass ihr Riesenumwege wie andernorts erspart blieben. Ich hake nach, ob sie das auch für Sachsen so bestätigen könne. Die Antwort: Ja, lobendes Beispiel Torgau. Und das mag nun die Bürgermeisterrunde, die sich zum Thema demnächst treffen soll, zunächst verwundern. Was sich Frau Brucker sehr wünscht, das sind verschließbare Fahrradboxen, auch hier ein Beispiel: Bad Dürrenberg (Sachsen-Anhalt) am Saaleradweg, und natürlich mehr Toiletten.  So ist es dann kein Wunder, dass Frau Brucker besonders gerne dort Station macht, wo es nicht nur schön und interessant ist, und das ist es am Elbradweg ja überall, sondern wo die Infrastruktur stimmig ist. Dafür braucht es Hinweisschilder. Und wenn das nicht eine Ansage für die Bürgermeister ist?!

A great many thanks to Mrs. Brucker.

 

Kirchentag – Von A nach B

Schön, dass sie sich auf den Weg in die Landes- und heimliche Kulturhauptstadt machen. Sie haben mit den Anmeldeunterlagen bereits Pläne und Hinweise zu den Veranstaltungsstätten bekommen. Kennen sie den Dresdner Themenstadtplan?

Unter Aktuelles finden sie alle Veranstaltungsstätten, können sich in den Plan hineinzoomen und sogar eine Verlinkung mit Mein Kirchentag vornehmen.

Wenn sie auf den Veranstaltungsort klicken und die Adresse in einen Routenplaner übertragen, können sie sich leicht eine eigene Route zwischen Quartier und den Veranstaltungsorten zusammenstellen. Sie bekommen auch einen Überblick, wie viel Zeit sie für den Transfer kalkulieren müssen.

Bitte beachten: Der linkselbische Elbradweg wird im Ostragehege umgeleitet, zumindest steht es so im Plan. Und leider haben selbst die Dresdner Berufskraftfahrer wenig Erfahrungen mit Kolonnen von Radlern. Seien sie also umsichtig. Was bei der letzten Critical Mass passierte, sehen sie hier.

Die Bahn ruft

Mit Aktualisierungsstand 14.3.2011 schreibt die Bahn: “Am Hauptbahnhof Dresden sind Sie mit Ihrem Fahrrad gut aufgehoben.” Dann folgt eine Lagebeschreibung der Fahrradständer unter der nördlichen Brücke und die Adresse des Fahrradverleihs. So kompakt kann man das machen. Werfen wir mal einen Blick auf die örtliche Situation.

Aufgenommen am 27.3.2011 (Sonntag)

Aufgenommen am 27.3.2011

Aufgenommen am 27.3.2011  (Sonntag)

Aufgenommen am 27.3.2011 (Sonntag)

Aufgenommen am 27.3.2011 (Sonntag)

Aufgenommen am 27.3.2011 (Sonntag)

Aufgenommen am 27.3.2011 (Sonntag)

Aufgenommen am 27.3.2011 (Sonntag)

Aufgenommen am 27.3.2011 (Sonntag)

Aufgenommen am 27.3.2011 (Sonntag)

Aufgenommen am 27.3.2011 (Sonntag)

Aufgenommen am 27.3.2011 (Sonntag)

Aufgenommen am 27.3.2011 (Sonntag)

Aufgenommen am 27.3.2011 (Sonntag)

Nachtrag: Das wird die Bahn und hoffentlich so manchen Radler freuen, am Wiener Platz hat die Stadt im Mai rund 40 Bügel zusätzlich aufgestellt.