Kategorie-Archiv: Alltagssorgen

Auf dem Holzweg

war jener Berufs-Kutscher, der mir über den Kaffeepottrand am Kirchentags-Cafe vor die Linse kam. Die nachfolgende Kollegin machte es besser. Genutzt hat es ohnehin wegen der aufgebordeten Gleise nichts. Der Rückstau reichte bis zum Pirnaischen Platz.

Ganz einfach: Ein Gebotsschild gilt nur für die darauf vermerkten Verkehrsteilnehmer. Dass gerade Berufs(kraft)fahrer  einfachste Verkehrsregeln – wie den Seitenabstand – nicht einhalten oder gar nicht kennen, überrascht mich immer wieder.

Oh Konjunktiv: Sicher ginge es den Pferden auf der Weide besser. Der Schloßplatz wäre nicht mehr veräpfelt. Die Touristen könnten ihre Nüstern entspannen. Auch die Autofahrer wären entspannter und sogar ein wenig schneller. Und die Kutscher hätten mehr Bewegung und fast dieselbe Kundschaft, wenn sie auf dieses Touristenvehikel umschulen würden.

Dresden by Night

Gerade erreicht mich die Meldung von einem Freund, den es gestern fast auf einer Gasfunzel beleuchteten Strecke in Striesen „zerlegt“ hat. Ob man nicht eine Schwarze Liste für gefährliche Straßen anlegen könne?

Vielleicht hilft demnächst die HikeBikeMap.

Im Overlay „By Night“ wird lit=yes – die Straßenbeleuchtung – aus Openstreetmap ausgelesen. So dunkel, wie in der Karte dargestellt, ist Dresden allerdings beileibe nicht. Es sind noch viele Straßen außerhalb des Stadtzentrums nicht erfasst. Ich bin zuversichtlich, dass  sich das rasch ändert.

Allerdings bleibt die Frage offen, ob die besagte Straße, die Wittenberger?, richtig dargestellt wird. Und hoffentlich werden die Schlaglöcher in unzureichend beleuchteten Straßen mit Priorität beseitigt.

 

Winterdienst in München

Beobachtung an einem Wochenende in München 2010

Am Freitagabend begann es überraschend zu schneien, jedenfalls hatte mir meine Wetteronline-Seite nichts dergleichen angekündigt und ich hatte Sorge, dass ich mit meinem Halbschuhen nicht zu meinem Workshop im Planungsreferat käme. Weit gefehlt. Schon nach wenigen Dutzend Metern kamen mir auf dem Fußweg und dem parallelen Radweg zwei auf die jeweilige Breite angepasste Räumfahrzeuge entgegen.  Sie räumten nach links und rechts, so dass keine Schneestreifen auf dem Radweg verblieben. Unmittelbar dahinter hatten sich schon vier Radler eingereiht.  Mit einigem Abstand folgte ein Kleintraktor, dessen Fahrer die Gehweg- und Ampelquerungen sorgfältig freilegte. Das offenkundig abgestimmte Vorgehen hat mich total fasziniert. Später entdeckte ich, dass in den benachbarten Grünanlagen durchnummerierte mobile Streugutsilos für die Kleinfahrzeuge in Multicar-Größe aufgestellt waren. Zeitraubende Leerfahrten zum Betriebshof können so elegant reduziert werden.

Am Sonntagmorgen begegneten mir auf dem Isar-Radweg eine beträchtliche Anzahl Jogger. Durch das frühzeitige Räumen gab es wenig festgefahrene Spuren und der Streumitteleinsatz war erkennbar geringer als es in Dresden vorstellbar wäre.

Gibt es noch mal einen Fahrradstadtplan?

Gerüchten zu folge gibt es Absprachen zwischen Stadt und ADFC mit dem Ziel, noch in 2011 einen neuen Fahrradstadtplan zu erarbeiten.

Die beschilderten Hauptradrouten:

sind in der OpenCyclemap zu finden.

In OSM erfasste Radverkehrstags werden noch sehr experimentell auf dieser Schweizer Seite ausgegeben, der Velo Access Map.

Schulradwege – warum eigentlich nicht?

Im Jahr 2001 machte Dresden Schlagzeilen als die für Kinder und Jugendliche gefährlichste Großstadt. Grundsätzlich gehören Radunfälle zu den wichtigsten Verletzungsursachen dieser Altersgruppe. Dass die allermeisten davon selbst verschuldet sind, ist wenig tröstlich. Für die „herausragende“ Position Dresdens machten die Forscher das fehlende Schulradwegnetz wesentlich mit verantwortlich.

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